Archiv für Juli 2018

Hochsommer beim Mahl- und Backtag

Die Sonne strahlte vom hochsommerlichen Himmel und konnte ein reges Treiben auf dem Mühlengelände verzeichnen.

Trotz der großen Wärme kamen viele Besucher, um sich vom Flair der Windmühle verzaubern zu lassen und die Handwerkskunst aus vergangenen Tagen zu bewundern. Weithin hörte man das „ping, ping“, wenn der Dengelmeister mit seinem Hammer auf die Sense einschlug. Ein großes neugieriges und wissensdurstiges Publikum schaute interessiert zu, wie aus dem stumpfen Sensenblatt nach und nach ein messerscharfes Blatt wurde, mit dem man auch selbst noch trockenes Gras schneiden konnte. Dazu erklärte Klaus Degelau die zwei unterschiedlichen Arten des Dengelns und manch ein fachkundiger Zuschauer bestätigte diese Kunst. Mit mehr Technik schärfte nebenan Dieter Krawert die Messer, Scheren und auch Gartenscheren.

Gleich gegenüber bot die Grundschule Riemsloh ihre selbst angebauten Kartoffeln feil. Viele verschiedene Sorten, auch hier nicht so bekannte, hatten sie in ihrem Programm und konnten fachkundig Auskunft darüber geben. Eine ebenso alte Kunst ist das sogenannte Blaudrucken, bei dem mit einem Druckmodel ein weißes Leinen mit verschiedenen Mustern bedruckt werden kann. Das Verfahren, wie auch die Pflege konnte Silvia Prüßner anschaulich erklären. Nebenan schauten die aus Holz gefertigten Engel von Harald Kirchhoff auf die Besucher. Auch andere Motive spiegelten sich in den Glaskugeln der Metallskulpturen von Gabi Schulz wider. Große Geduld beim Perlenfädeln durfte man  getrost Ursula Heemeier bescheinigen, die mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl eine Perle nach der anderen auf einen Faden fädelte. Süßes oder saures, ganz nach dem Geschmack der Besucher, waren bei den handgemachten Marmeladen, Essigen und Likören und am Honigstand zu erhalten. Nette Kleinigkeiten gab wieder einmal bei Karla Krug und das Ehepaar Bauer zeigte handgearbeitete Schmuckstücke. Zudem wandten sie sich besonders an die Kinder, die sich aus vielen Einzelteilen selbst kleine Schmuckstücke – beliebt waren Schutzengel – herstellen konnten. Mit Feuereifer waren die dabei.

Wer des Schauens überdrüssig war, begab sich in den kühlen Mühlenturm, um die Windmühle in Aktion zu erleben und den Erklärungen der Müller zu lauschen.

Natürlich durften die Besucher sich auch unter den Obstbäumen, in der Remise oder im Haus bei kalten und warmen Getränken und dem leckeren Kuchen und den Broten von all dem erholen.

Wer hatte es an diesem Tag am wärmsten? Fraglos die Bäcker, die im Schweiße ihres Angesichts diese leckeren Sachen herstellten und dann auch der Service, der dafür sorgte, dass alles an den Mann bzw. die Frau gebracht wurde.

Ein wunderschöner und erlebnisreicher Mahl- und Backtag. Der nächste Aktionstag ist dann wieder am 26. August zu den bekannten Zeiten.