Glühwein wäre auch angebracht gewesen

… So mag manch ein Gast gedacht. Doch den gab es nicht. Dafür erhielten die zahlreichen Besucher den frisch aus dem Backofen gezogenen Platen- und Rhabarberkuchen oder ließen sich die Brote schmecken. Erfreulich war die große Besucherzahl, die sich am ersten Mahl- und Backtag auf dem Mühlengelände einfand. Auch die ersten größeren Wandergruppen nahmen die Mühle als Ziel. Viele scheuten das kalte, aber trockene Wetter nicht und setzten sich in den doch zwischendurch hervorkommenden Sonnenschein oder etwas windgeschätzt in die Remise. Wem das zu kalt war, der nutze die Zeit im warmen Müllerhaus. Dann ging es wieder nach draußen, wo der Korbmacher Friedhelm Thewes seine Weidenkörbe flocht und den interessierten Besuchern die Machart der Körbe und vor allem die Art der Weidenruten und deren Vorbereitung zum Flechten erklärte. Gegenüber erfuhren die Besucher dann von Reinhold Hellmann allerlei Wissenswertes über die Haltung von Bienen und die Herstellung des Honigs, denn Honig ist längst nicht gleich Honig. Daneben gab es wieder Dekoartikel von Karla Krug und die beliebten Marmeladen und besonderen Öle von Susanne Fleer. Auch Karl Rieke erläuterte seine Tees, Kosmetik und Kerzen. Wunderschöne Kleinkindersachen gab es bei der Nadelfüchsin zu bestaunen und neben kleinen Tipps auch zu erwerben.

Während im warmen Backhaus die Kuchen und Brote ob ihrer einfachen und mühsamen Herstellungsweise bestaunt wurden hatte es der Service wesentlich kälter. Die Damen mussten schon mal von Zeit zu Zeit ihre Kolleginnen in der Küche aufsuchen, um sich ein wenig aufzuwärmen.

Die Müller freuten sich über den ruhigen und gleichmäßigen Lauf ihrer Mühle. Hatten sie doch schon in der Zeit davor einiges an Zeit investiert, um die Mühle lauf Betriebssicherheit zu überprüfen, den Katzenstein abzuschmieren, kleine Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen und die Segel aufzuziehen. So konnten sie in Ruhe den Besuchern die Technik erklären und vorführen.

Alles in allem eine zwar kalte aber schöne Saisoneröffnung. Im Mai gibt es keinen Mühlentag, da der Deutsche Mühlentag –  2. Pfingsttag –  am 5. Juni ist. Dann beginnen die Mühlenfreunde um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst der umliegenden Kirchengemeinden bevor bis 18 Uhr zu buntem Treiben übergeht.

 

Kommentieren