Absegeln bei herrlichem Spätsommerwetter

Die Westhoyeler Windmüller verabschiedeten sich für 2017 bei herrlichem Spätsommerwetter. Doch dieser Abschied fand mit einem fröhlichen und bunten Tag statt.

Einmal noch wurden die mächtigen Windmühlenflügel in Betrieb genommen, um den Besuchern den Weg vom Korn zum Mehl zu demonstrieren. Eingeweihte wissen, dass es sich hierbei um besonderes Mehl handelt, denn durch die alte Mahltechnik mit Basaltsteinen werden immer wieder Mineralien freigesetzt und dem Mehl, das nicht mehr ausgesiebt wird, beigemischt. Also ein besonderes Vollkornmehl, das noch alle Bestandteile des Korns enthält.

Die Bäcker verbuken dann auch u. a. dieses Mehl mit zum Westhoyeler Windmühlen- und  Vollkornbot. Im Schweiße ihres Angesichts wurden natürlich auch die beliebten Platenkuchen und „Mühlenmäxchen“, süsse Brötchen, hergestellt und der Service bemühte sich, die Kuchen und belegten Brote den hungrigen Gästen anzubieten.

Auch wenn rundherum viele Veranstaltungen stattfanden, zogen viele, viele Besucher die Bedächtigkeit und relative Ruhe auf der Mühlenanlage dem „Geschiebe“ durch die Straßen vor. Gleich am Anfang der Anlage lockten die bunten Kürbisse, die Delizia Budde anbot, die Blicke der zahlreichen Besucher auf sich. Gegenüber hatte sich Harald Kirchhoff platziert, der mit seinen Holzarbeiten schon den nahenden Herbst und die Adventszeit erahnen ließ. Die heimelige Atmosphäre kann man sich später auch mit den Kerzen, Tees und weiteren Artikeln von Karl Rieke schaffen. Doch es gab auch noch „die Sonne im Glas“ in Form von Honig vom Bienenhof Hellmann und süßen Marmeladen, die Ann Christin Payne mit ihrer Oma  anboten. Zahlreiche Besucher nutzten auch die Chance schnell noch ihren Messern und Scheren bei Dieter Krawert einen guten Schliff verpassen zu lassen. Karla Krug bot Dekoartikel  zum Verschönern der Wohnung an und last but not least gab es viele Kleinigkeiten am  Trödelstand von Gabi Rauf zu erstehen. Diese spendet ihren Erlös für einen guten Zweck, dieses Mal für den Verein für Tier- und Naturschutz in Melle.

Am frühen Nachmittag erfreute die Mundharmonikagruppe aus Rödinghausen die Besucher mit flotten Volksweisen, wie „die Mühle am rauschenden Bachâ“ „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und vieles mehr.

Treue und immer wiederkehrende Besucher wie auch „neugierige“ Neue genossen einen schönen Tag auf dem Mühlengelände. Die Mühlencrew, ausnahmslos ehrenamtliche Helferinnen und Helfer fanden ebenfalls Freude an dem „Gewusel“. Die „Mühlenfamilie“ lässt jetzt erst einmal etwas Ruhe einkehren bevor sie sich in der Vorweihnachtszeit noch einmal trifft. Das bedeutet aber nicht, dass nun nichts mehr passiert! Die Bäcker habe noch einiges aufzuräumen, die Christstollen für die Helferinnen und Helfer müssen noch gebacken werden und der Service kümmert sich um die üblichen Herbstarbeiten um Haus und Garten. Außerdem ist das Haus winterfest zu machen.

Die Müller haben die Mahlgänge und die Steine gründlich zu reinigen und die Mühle ebenfalls winterfest zu machen und gegen evtl. Stürme zu sichern. Die abgenommenen – abgesegelten – Segel werden einer Reinigungskur in der Form unterzogen, dass man ihnen mit Seifenlauge und Schrubbern zu Leibe rückt, um den Staub und vor allem auch den Vogelkot, der sich über den Sommer angesammelt hat,  zu entfernen. Es sieht zwar lustig aus, wenn sich die Stare auf den Flügeln versammeln, macht jedoch viel Dreck.

Tja und andere sind schon fleißig dabei das Programm für 2018 zusammenzustellen. Denn auch dann sollen sich die Besucher wieder an vielem erfreuen und sich wohl auf der Anlage fühlen.

Somit bedanken sich die Mühlenfreunde bei allen Besuchern und bei den Helferinnen und Helfern und hoffen auf ein gutes Mühlenjahr 2018.

 

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